ABDADatenbank²: Neue Funktionen – neues Manual

04.01.2022 – Mit der ABDADatenbank² hat ABDATA ein leistungsstarkes Arzneimittelinformationssystem entwickelt. Dabei wurde die etablierte ABDA-Datenbank um zahlreiche AMTS-relevante Risikoprüfungen und Recherchemöglichkeiten erweitert. Durch den Ausbau stehen umfassende Informationen für den sicheren Einsatz von Arzneimitteln direkt in der Apothekensoftware bereit. Das neue Manual erläutert, wie sich die ABDADatenbank² bei der täglichen Arbeit effizient nutzen lässt.

In der Apotheke ist ein schneller Abruf von aktuellen klinischen und pharmazeutischen Daten unverzichtbar. Auf diesen Informationsbedarf ist die ABDADatenbank² zugeschnitten. Bei ihrem Ausbau standen eine Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit und ein optimierter Nutzen für die täglichen Aufgaben des pharmazeutischen Fachpersonals im Vordergrund. Die neuen Inhalte bieten zahlreiche Möglichkeiten, um Arzneimittelrisiken individuell zu prüfen und eine Gesamtmedikation zu beurteilen.

Die AMTS-Funktionen der ABDADatenbank²:

  • Erweiterter AMTS CAVE-Check: Eine Prüfung auf individuelle Arzneimittelrisiken ist nun auch anhand der Nierenfunktion und des Körpergewichts möglich.
  • AMTS Indikationen und AMTS Nebenwirkungen: Angaben der Fachinformation über zugelassene Anwendungsgebiete und unerwünschte Wirkungen sind codiert erfasst und lassen sich für gezielte Recherchen und Risikoprüfungen einsetzen.
  • AMTS Interaktionen: Wechselwirkungen werden anhand einer neuen Klassifikation bewertet. Der Interaktions-Check wird spezifischer, da die Prüfung nicht mehr auf Basis zweier Arzneistoffgruppen, sondern direkt zwischen den betroffenen Arzneistoffen stattfindet. Zudem kann der Check personalisiert ablaufen, wenn Merkmale einer Person wie Gesundheitszustand und Alter vollständig in der Kundendatenbank erfasst sind.
  • AMTS Risikoprüfungen: Diese Checks erlauben die Bewertung einer Gesamtmedikation. Interferenzen, Doppelmedikationen oder eine Arzneimittelfehlversorgung werden automatisch erkannt.
  • AMTS Kumulativrisiko: Diese Prüfung beurteilt, ob sich Risiken z. B. für das Auftreten eines Serotonin-Syndroms oder für Torsade de pointes beim Einsatz mehrerer Arzneimittel addieren. Dabei lassen sich auch individuelle Merkmale einer Person berücksichtigen.

 

Wer die Optionen der ABDADatenbank² inklusive aller Risikochecks und Recherchen voll ausschöpfen will, benötigt ein fundiertes Verständnis ihrer teils komplexen Inhalte. Hier bietet das aktualisierte Manual wertvolle Unterstützung. Alle fünf Module der ABDADatenbank² werden detailliert beschrieben, zahlreiche Beispiele unterstreichen die Praxisrelevanz der bereitstehenden Informationen. Anhand des Manuals gelingt der Einstieg in die neuen AMTS-Funktionen. So werden z. B. die Neuerungen bei den Interaktionen auf verständliche Weise erläutert. Daneben lässt sich Wissen zu etablierten Inhalten wie den Fertigarzneimittelinformationen oder Plus X auffrischen.

Das ABDADatenbank² Manual steht als PDF bereit.

Datenerweiterung bei Plus X

01.04.2022 – Plus X ist eines der fünf Module der ABDADatenbank², dessen Inhalte die Fertigarzneimittelinformationen ergänzen. Zum 1. April wurden die Plus X-Daten erweitert. Anhand der neu hinzugekommenen Informationen lässt sich die Arzneimittelgabe per Ernährungssonde nun detaillierter beurteilen, Pflaster und Zäpfchen können anhand ihres Aussehens identifiziert werden und für Verbandmittel mit ergänzenden Eigenschaften sowie für Diätetika sind Dokumente hinterlegt.

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Interaktions-Meldungen – Was man wissen muss

08.11.2021 − Die Umstellung auf die ABDADatenbank² und ABDAmed² hat eine veränderte Klassifikation der Interaktionen mit sich gebracht. Die neue Bewertung basiert auf der klinischen Relevanz einer Wechselwirkung und stellt deren Bedeutung und Schweregrad in den Mittelpunkt. Anhand dieser Einschätzung und den klar strukturierten Meldungstexten erhält das pharmazeutische Fachpersonal eine schnell zugängliche und begründete Handlungsempfehlung zum Umgang mit einer Interaktion.

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