Interaktionen

Interaktionen 2017-01-19T11:54:39+00:00

In das Interaktionsmodul werden Wechselwirkungen von Arzneimitteln untereinander sowie zwischen Arzneimitteln und Nahrungs- und Suchtmitteln aufgenommen.

OTC-Arzneimittel und Phytopharmaka sind selbstverständlich inbegriffen. Auch Nahrungsergänzungsmittel werden berücksichtigt, wenn sie aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und ihrer Dosierung Wechselwirkungen hervorrufen können.

Ausschlaggebend für die Aufnahme einer Interaktion in das Modul ist das zu erwartende Risiko für den Patienten: Eine Monografie wird für Wechselwirkungen erstellt, die klinisch relevant sein können.

Publikationen:

Inhalt und Aufbau der Monografien

Schnellinformation

  • Titel: Als Bezeichnung werden die betroffenen Stoffgruppen verwendet. Wenn definitiv nur ein Stoff betroffen ist, wird dieser im Titel genannt.
  • Kurzbeschreibung des Effekts: Symptome der Interaktion in Kurzform.
  • Klassifikation der klinischen Bedeutung: Die Wechselwirkung wird nach den erforderlichen Maßnahmen klassifiziert.

Schon die erste Anzeige auf dem Bildschirm gibt Hinweise auf die nötigen Maßnahmen:

  • Schwerwiegende Folgen wahrscheinlich – kontraindiziert
  • Schwerwiegende Folgen wahrscheinlich – in bestimmten Fällen kontraindiziert
  • Schwerwiegende Folgen möglich – vorsichtshalber kontraindiziert
  • Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
  • Überwachung bzw. Anpassung nötig
  • In bestimmten Fällen Überwachung bzw. Anpassung nötig
  • Vorsichtshalber überwachen
  • In der Regel keine Maßnahmen erforderlich

Die Schnellinformation erlaubt einen kurzen Überblick, jedoch kann nur mit dem ausführlichen Monografietext eine Wechselwirkung in ihrer Bedeutung für einen bestimmten Patienten eingeschätzt werden.

Monografietexte

  • Unter PHARMAKOLOGISCHER EFFEKT wird angegeben, welche Symptome die Interaktion beim Patienten hervorrufen kann.
  • Im Abschnitt MECHANISMUS wird der (vermutete) Mechanismus der Wechselwirkung erläutert.
  • Unter MASSNAHMEN wird vorgeschlagen, wie die Interaktion gehandhabt werden kann. Es werden Parameter angegeben, die überwacht werden sollen und anhand derer die Dosierungen angepasst werden können. Bei einigen Interaktionen genügt die zeitversetzte Einnahme. Wenn dies sinnvoll ist, werden alternative Arzneistoffe oder Therapiemöglichkeiten empfohlen.
  • Im KOMMENTAR werden klinische Studienergebnisse und weitere Informationen aufgeführt, die die Einschätzung von Häufigkeit, Ausmaß und Bedeutung der Interaktion erleichtern. Außerdem werden Risikofaktoren genannt, die bestimmte Patienten für eine Interaktion besonders prädisponieren (z. B. Niereninsuffiziente, Senioren, Kinder, parenteral ernährte Patienten). Falls zutreffend werden die Fälle genannt, in denen die interagierenden Arzneistoffe unter Umständen bewusst zusammen eingesetzt werden.
  • Schließlich wird die LITERATUR zitiert, die für die betreffende Monografie ausgewertet wurde.

 

Recherchen

Eine beliebige Anzahl von Arzneimitteln kann miteinander abgeglichen werden. Gesucht werden kann mit Stoffen (Acetylsalicylsäure) und Fertigarzneimitteln (Aspirin®). Der Interaktions-Check kann um eine automatische Prüfung auf alle relevanten Lebens- und Genussmittel erweitert werden.

Ebenso ist die Anzeige aller potenziellen Interaktionen zu einem Fertigarzneimittel oder Stoff möglich.